Unternehmenshistorie

Ein Unternehmen mit langer Tradition

1871

 

Georg Pirmoser wird in Kössen geboren und wächst auf dem Bauernhof seines Onkels und Taufpaten auf. Bis zum Alter von zwölf Jahren besucht er die Volksschule und beginnt mit 18 eine Lehre als Zimmermann.

 

Nach seinem Militärdienst bei den Kaiserjägern in Wien kehrt er nach Kössen zurück und arbeitet als Zimmermann, Holzknecht und Gehilfe beim Dorfarzt Dr. Ortner.

1896

 

Am 1. Mai 1896 übersiedelt Georg Pirmoser nach Kufstein. Hier angekommen, verdient er sich als Maurer und anschließend als Zimmermann seinen Unterhalt. In kurzer Zeit hat er das nötige Geld beisammen, um in den folgenden drei Wintern die baugewerbliche Fachschule in Imst besuchen zu können.

 

Die Abschlussprüfung besteht er 1901 mit Auszeichnung. Im selben Jahr übernimmt er den Betrieb seiner Arbeitgeber Einwaller & Schreiber und ehelicht Franziska Beihammer.

1903

 

Am 16. Februar 1903 erhält Georg Pirmoser von der Stadt Kufstein die Konzession zur Führung eines selbstständigen Zimmereibetriebes. In diesem Jahr gründet er die Firma Pirmoser.

 

Die Friedenszeit und der unternehmerische Mut Pirmosers führen die Firma rasch zu sichtbaren Erfolgen. Er erwirbt die Hirschenbauerngründe hinter der Kufsteiner Festung und errichtet darauf ein Wohnhaus sowie eine Zimmerei mit Säge- und Hobelwerk.

1905

 

Georg Pirmoser beteiligt sich maßgeblich an der Gründung des Landesverbandes der Zimmermeister für Deutsch-Tirol sowie der Handwerkerkreditgenossenschaft (heute Volksbank Kufstein).

 

Die Erteilung der Konzession als Bauunternehmer führt 1908 zu einer bedeutenden Geschäftsausweitung. 1915 erwirbt Pirmoser eine Säge in Weidach. Die Firma übersteht die Zeit der Nachkriegsfolgen, Wirtschaftsflaute und Inflation.

1923

 

Seit 1908 im Gemeinderat, bestimmt er von 1922 bis 1938 als ehrenamtlicher Bürgermeister die Geschicke der Stadt Kufstein. In der Zeit seiner politischen Funktionen werden große Projekte, wie das Gymnasium, eine neue Volksschule, der Bau von Wasserleitungen, der Ausbau des Krankenhauses, der Erwerb der Festung und die Errichtung der Heldenorgel, verwirklicht. Dazu entstehen zwischen 1923 und 1933 mehr als 300 Wohnhäuser mit 1200 Wohnungen. Die Anschlusszeit mit all den damit verbundenen Problemen übersteht das Unternehmen. In den Nachkriegsjahren stellten sich auch wieder die wirtschaftliche Stabilität und der Erfolg der Firma Pirmoser ein.

1947

 

1947 wird Georg Pirmoser Ehrenbürger der Stadt Kufstein. Später erhält ihm zu Ehren die Straße, die vom Gericht zum „Oberen Stadtplatz“ führt, seinen Namen.

1948

 

Im Dezember stirbt Georg Pirmoser. Da er keine eigenen Kinder hat, übernehmen Neffe und Ziehsohn, die schon längst mit der Geschäftsführung vertraut sind, die Firma. Dazu kommen Adolf Leitner als Zimmermeister und Matthias Schwarzmayr als Sägewerker und Holzeinkäufer.

 

Durch hohe Erbschaftssteuern, großzügige Legate und ausständige Forderungen, die abgeschrieben werden müssen, kommt das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten. Diese werden bewältigt und das Unternehmen als OHG weitergeführt.

1952

 

Adolf Leitner stirbt überraschend. Die OHG wird auf die Erben erweitert und Fritz Leitner, gerade 22-jährig, tritt in die Geschäftsführung ein. Er legt im Jahr 1957 die Zimmermeisterprüfung ab und bringt seinen Tischlereibetrieb in die Firma Pirmoser ein.

1964

 

Die Produktion von Schulmöbeln wird aufgenommen. Aufgrund der starken Nachfrage wird der Platz auf dem alten Werkshof zu eng. 1965 wird auf dem Gelände der Säge in Weidach die neue Zimmereihalle in Betrieb genommen.

1968

 

1968 übersiedelt das Schulmöbelwerk in das neu erstellte Gebäude auf diesem Gelände. Mit der Erweiterung dieser Halle wird das Bauprogramm vorläufig abgeschlossen. Am 1.1.1977 wird die Pirmoser OHG in die PIRMOSER GmbH & Co KG umgewandelt, Geschäftsführer und Kommanditisten sind Fritz Leitner und Matthias Schwarzmayr. Hauptzweck dieser Änderung ist es, Georg Pirmosers Werk nahtlos an die nächste Generation weiterzugeben.

1980

 

Matthias Schwarzmayr tritt in den Ruhestand und übergibt die Geschäfte an seinen Sohn Johann.

1986

 

1986 wird das Sägewerk stillgelegt und das Bauholz erstmals von anderen Firmen zugekauft. Da sich die Produktionen im handwerklichen und industriellen Maßstab nur schwer vereinbaren lassen, wird 1987 die Schulmöbelerzeugung an die verantwortlichen Geschäftsführer übergeben und von ihnen als SMK GmbH geführt. Areal und Fabrikgebäude verbleiben im Besitz von Pirmoser.

1990

 

Nach 38 Jahren in der Geschäftsführung verlässt Fritz Leitner den Betrieb. Johann Schwarzmayr übernimmt die restlichen Geschäftsanteile und Zimmermeister Konrad Hotter die Leitung von Zimmerei und Tischlerei.

 

Die folgenden Jahre sind geprägt von der Modernisierung des Maschinenparks. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Auftrag zum Wiederaufbau des Bauernhauses und der Errichtung des Gastbetriebes im Tiroler Garten des Tierparks Schönbrunn.

1995

 

Die Produktionshalle der Schulmöbelfabrik wird in Folge eines Brandes bei Reparaturarbeiten bis auf die Grundmauern zerstört. Der alte Fabrikbau wird 1997durch ein Geschäfts- / Wohngebäude ersetzt.

1999

 

1999 ist Pirmoser Gründungsmitglied des „htt15 Holzbau Team Tirol“ und eines Forums der Tiroler Zimmereibetriebe. Ziele dieser Zusammenarbeit sind Qualitätssteigerung und -sicherung durch Schulungen und Weiterbildung, gemeinsame technologische Entwicklungen und der Ausgleich von Kapazitätsengpässen.

2003

 

Das Betriebsgebäude wird mit einer Überdachung erweitert, die am 9. Oktober 2004 im Rahmen der 100-Jahr-Feier eingeweiht wird.

 

Mit der Anpassung der technischen Voraussetzungen und den organisatorischen und personellen Weichenstellungen sind die Grundlagen für ein weiterhin erfolgreiches Arbeiten gelegt.

2010

 

Mitte des Jahres löst Matthias Schwarzmayr seinen Vater Johann nach 31 Jahren an der Unternehmensspitze als Geschäftsführer ab. Damit wurde auch die Weiterführung des Unternehmens sichergestellt. Als primäres Ziel gilt, in den nächsten Jahren auch die gewerberechtliche Geschäftsführung zu übergeben und das Unternehmen als technologischer Vorreiter im Tiroler Unterland weiter zu etablieren.

Ein erster Schritt dazu besteht in der Optimierung der Abfall- & Lagerwirtschaft sowie der Realisierung des neuen Bürotraktes. In diesem Objekt werden Know How sowie Produktportfolio des Unternehmens für sämtliche Kunden greif- & fühlbar werden.

2012

 

Nach der Pensionierung des langjährigen Zimmermeisters Konrad Hotter übernimmt Michael Daxenbichler die Führung der Zimmerei. Er hat bereits in der Zimmerei Pirmoser gelernt und nach einigen Gesellen- & Polierjahren im Jahr 2012 seine Meisterprüfung absolviert.

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